Suche
  • Mira Wieland

Verjüngungsschnitt


In diesem Jahr hatten wir, ERDENREICH, Kunden mit folgenden Aussagen:


„Es ist aber kühl geworden, in unserem Garten.“
„Wir haben kaum noch Licht im Garten und die Beete sind zu beschattet.“
„Es fällt kaum noch Licht in den Garten.“

Die Ursache kann sein, dass bestimmte Großsträucher und Kleinbäume, wie: Weigelie, Haselnuss, Holunder, Mirabelle, Blutpflaume, Deutzie …. usw. seit Jahren nicht mehr geschnitten wurden. Je nach Jahresniederschlag haben sie damit ihre Endhöhen von 8m erreicht . Wurden diese Sträucher oder Bäume einmal gekappt, sind ihre Neuaustriebe ebenfalls 8m gewachsen und haben nun eine Endhöhe von 10-12m, je nach Höhe der Kappstelle….


Wie Verjüngungsschnitt?

Diese sogenannten „Reiterate“ – Neuaustriebe auf gekappten Bäumen, sind oft nicht mehr mit dem Kambium des einstigen Baumes verbunden. Damit fehlt es ihnen an Stabilität und sie drohen bei Wind, viel Regen oder Fruchtlast, einfach abzubrechen. (Holunder, Mirabelle, Blutpflaume zBsp.)


Bei Großsträuchern, wie: Haselnuss, Cornus oder Weigelie, wird oft der Fehler gemacht, dass diese in der Krone zwar eingekürzt werden oder die jungen Triebe entfernt, jedoch aber die stärkeren Triebe aus der Basis nicht entfernt werden.


Diese können dann, wie bei der Haselnuss bis zu 15cm dicke Triebe erreichen und unglaublich dicht in der Krone werden, welche dann tatsächlich alles überschattet.

Bei Kunden in Norden waren wir in diesem Jahr und aus diesen Gründen, 3mal!




Warum Verjüngungsschnitt?

Um den gesamten Garten wachsen hier: Mirabelle, Haselnuss, Viburnum, Holunder und Schlehe. All diese Gehölze hatten nun ihre Endhöhe, nach x Jahren, erreicht und beschatteten alles in diesem Garten, vor allem die Beete und Obstbäume.

„Eine Haselnuss zu verjüngen ist wie das Roden eines kleinen Baumes.“ … Und sehr mühsam, weil man durch all die neuen Austriebe kaum herankommt, die stärkeren Triebe zu entfernen.

Bei diesem Kunden hat ERDENREICH zunächst die Mirabellen verjüngt und eingekürzt – nun ist wieder Licht in der Krone und vor allem Bewegung.

Danach wurden alle Schlehen und Haselnüsse verjüngt – auch diese sind nun deutlich kürzer, da nur die jungen Neutriebe erhalten blieben.

Als letztes sind Holunder und Viburnum an die anderen Sträucher angepasst worden.


Nun ist die Umpflanzung des gesamten Gartens eingekürzt auf (von vorher 8m-12m) auf 5-8m. Das ist eine deutliche Verbesserung, was die Lichtverhältnisse im Garten angeht.

Die Obstgehölze, welche durch den Lichtmangel einen deutlichen Schrägstand aufwiesen, erhalten nun mehr Licht und können sich angemessen anpassen. Diese schneiden wir dann im kommenden Frühjahr zurück.


Fazit: Bei Großsträuchern – auch wenn es nach der Maßnahme zunächst „zerpflückt“ aussieht – müssen alle 3-5 Jahre in der Basis ausgedünnt werden. Hier entnimmt man die stärksten Austriebe und fördert die jüngeren. Die Höhe kann auf Ableitung angepasst werden.


Großsträucher in Gruppe, unkontrolliert wachsen zu lassen, ist fahrlässig, denn eines Tages überschatten sie alles. Daher gilt auch hier eine konsequente und regelmäßige Pflege.

Bei Fragen: ruft uns gerne an und lasst euch beraten!



Bleibt weiter achtsam und gemütlich.

18 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Rodung in Nesse